Auf der Jagd nach Flussbarschen im schwedischen Jämtland

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DIE SPINNKÖDER VON LUREVO KONNTEN AUCH DIE SCHWEDISCHEN BARSCHE ÜBERZEUGEN

Dieser Artikel von Germano Bana ist ursprünglich in der Print-Ausgabe 5/2025 der Angelzeitschrift Blinker und auf Blinker.de erschienen.

Barsch Spinnfischen

Solche Barsche warteten in Schweden auf die Lurevo-Köder

Die Angelsaison neigt sich auch hier in Jämtland so langsam ihrem Ende zu und auch dieses Jahr wurden wir fischereilich nicht enttäuscht, was die vielen Fänge und die tollen Angelerlebnisse angeht. Wirklich überrascht sind wir davon aber nicht, denn diese wunderschöne Region in Schweden mit ihren zahllosen Seen ist als wahres Paradies für Hecht- und Flussbarschangler bekannt. Und so konnten wir auch heuer zahlreiche große Hechte auf die Schuppen legen, wobei es uns vor allem die überaus spektakuläre Fischerei mit Topwater-Ködern angetan hat. In diesem Jahr wollten wir uns aber vor allem den großen Flussbarschen widmen – denn dieser Fisch fasziniert mich einfach, sowohl in ästhetischer Hinsicht, aber auch wegen seiner elektrisierenden Attacken auf den Köder.

1. DIE BESTEN MONATE UND DIE PASSENDE AUSRÜSTUNG

In Jämtland sind die besten Monate für das Angeln auf Flussbarsch Juli und August. Wir befinden uns etwa 500 Kilometer nördlich von Stockholm, an der Grenze zu Schwedisch-Lappland. Die ersten warmen Sonnentage des Jahres bringen die großen Schwärme von Beutefischchen in Bewegung, die unsere geliebten Flussbarsche in mittlere bis flache Wasserbereiche locken. Jetzt lassen sie sich hervorragend beim Spinnfischen mit leichtem Gerät Ruten fangen. Die Palette erfolgreicher Köder reicht dabei von klassischen Spinnern über kleine Wobbler bis hin zu Softbaits an Bleiköpfen zwischen 7 und 10 Gramm. Dieses Jahr hatten wir darüber hinaus auch die Gelegenheit einige innovative Kunstköder der jungen Marke Lurevo in den verschiedenen Seen zu testen.

Barsch angeln Schweden

Die neuen Köder bescherten uns krumme Ruten

2. DER REIZ NEUER KÖDER

Gerade beim Angeln sollten wir immer neugierig bleiben und das alte Sprichwort „Never change a running system“ nicht in jedem Falle zu wörtlich nehmen. Denn da draußen wartet fischereilich noch so viel, was wir entdecken können. Daher waren wir uns auch sofort von der Idee angetan, ganz neue Köder beim Spinnfischen auf Barsch einzusetzen und haben erstmal unsere Köderboxen mit den üblichen Gummiködern beiseitegelegt. Und diese Entscheidung hat sich als goldrichtig herausgestellt, denn die Erfolge ließen nicht lange auf sich warten!

Barsch angeln Schweden

Dieser schöne Barsch konnte einem Transformer nicht widerstehen

3. DIE GROSSEN BARSCHE FINDEN

Im Gegensatz zum Barschangeln in den tiefen Seen im Süden Europas, wo die Fische in Schwärmen auch in Tiefen von über 20 Metern stehen, konzentriert sich die Suche nach den großen Flussbarschen in diesen schwedischen Gewässern auf mittlere Tiefen, meist zwischen 5 und 10 Metern. Dabei trifft man aber auch regelmäßig Ü40-Fische in den Flachwasserbereichen an, wo sie im seichten Wasser am Rande von Blockfeldern oder an der Schilfkante jagen.

Daher haben wir auch ganz gezielt nach Ködern gesucht, die sich in diesen Tiefen möglichst lebendig präsentieren und führen lassen – und zu unseren leichten, sensiblen Ruten passen, mit denen das Barschfischen maximalen Spaß macht. Die neuen, in Handarbeit auf Tungsten-Jig-Köpfen aufgebauten Spinnköder mit ihren weichen und verführerisch spielenden Schwänzchen und den Silikon-Fransen erwiesen sich als äußerst fängig, sowohl in den flachen Bereichen als auch in größeren Tiefen.

Barsch angeln Spinnfischen

Den Blade Runner hatten die Barsche zum Fressen gern

4. RANTASTEN AM ERSTEN TAG

Wir starten von der Lodge und in unserer Vorfreude setzen wir uns gleich ein optimistisches Ziel für den heutigen Tag: Barsche über 40 Zentimeter. Mit unseren Ruten und den verschiedenen Modellen von Lurevo im Gepäck machen wir uns auf den Weg zu einem neuen See, den wir vor wenigen Tagen entdeckt haben und wo uns große Barsche versprochen wurden. Nach einer Fahrt über Schotterstraßen durch wunderschöne Wälder erreichen wir unser Ziel – einen traumhaft schönen kleinen See, umgeben von unberührter Natur. Noch bevor wir den ersten Wurf machen, sehen wir vor unserem inneren Auge bereits die vielen tollen Fängen, die uns heute hoffentlich erwarten. Wir lassen unser Schlauchboot zu Wasser und sind bis in die Haarspitzen motiviert.

Im Uferbereich beträgt die Wassertiefe nur rund zwei Meter – für uns aber zunächst perfekt, um die Köder zu testen und uns mit deren Lauf vertraut zu machen. Den Anfang machen dabei die Blade Runner mit den kleinen Metallpropellern sowie dem Mini-Dragon-Tail. Vorab ziehe ich ihn ein paarmal vor meinen Füßen durchs Wasser und sehe, dass er bereits bei geringen Geschwindigkeiten sehr schnell zu spielen beginnt. Ich werfe systematisch einen Krautbereich ab und hole den kleinen, quirligen Jig langsam und mit kleinen Zupfern der Rutenspitze über der versunkenen Vegetation ein. Und tatsächlich lässt die erste Überraschung des Tages nur einige Würfe auf sich warten: ein wunderschöner Barsch mit knapp 40 Zentimetern krümmt meine Rute. Der satte Schlag in der Rute und die energischen Fluchten des Fisches sind genau das, was mich am Barschangeln immer wieder fasziniert.

Barsch Angeln Schweden

Solche Fänge zeigt man gerne

Wir probieren verschiedene Köderfarben aus und an diesem Tag mit angenehmen Temperaturen, wenig Wind und klarem Wasser erweist sich die Farbkombination aus Pink und Silber mit violetten und schwarzen Silikon-Fransen als besonders erfolgreich. Nach einigen weiteren schönen Fängen im Flachwasser wechseln wir die Stelle um den Barschen auch in tieferen Bereichen des Sees nachstellen und endlich auch die schwereren Pythons testen zu können. Diese lassen wir auf rund 10 Meter absinken und bewegen sie in kleinen Sprüngen – erneut dauert es nur einige Würfe, bis ich den ersten vehementen Biss spüre und nach einem tollen Drill einen schönen Fisch landen kann. Die weichen Chenille-Schwänzchen dieser Jigs bewegen sich sehr geschmeidig im Wasser und die auffälligen Reizfarben scheinen die Flussbarsche beinahe magisch anzuziehen. Besonders die Farbe Orange erwies sich an diesem Tag als der Bringer.

Barsch angeln Spinnfischen

Der Python in orange war an diesem Tag der Bringer

5. LUCKY PUNCH ODER LIEFERN DIESE KÖDER AUCH IN ANDEREN GEWÄSSERN?

Nach den hervorragenden Fängen im vergleichsweisen kleinen See beschlossen wir, am zweiten Tag unsere Köder in einem anderen, deutlich größeren und tieferen See einzusetzen, um zu sehen, ob wir einfach nur Glück hatten oder die Pythons auch in anderen Situationen dermaßen zuverlässig fangen. Aufgrund der Dimensionen des Gewässers war heute auch ein Echolot mit an Bord, um die Fischschwärme leichter ausfindig zu machen, denn wir wollten gezielt den Großbarschen nachstellen, die sich nur allzu gern in der in der Nähe der Futterfisch-Schwärme aufhalten. Auch in diesem See ist das Wasser schnapsklar, was unsere Aufgabe, die Köder auf Herz und Nieren zu prüfen natürlich anspruchsvoller aber gleichzeitig auch reizvoller macht.

Kunstköder Barsch

Auch dieser Barsch fiel auf den quirligen Blade Runner herein

In etwa 10 Meter Wassertiefe entdecken wir schon bald die ersten Fischschwärme. Wir platzieren sofort am Rande der Wolke unsere Jigs und abermals ist es das Modell mit dem orangefarbenen Dragon Tail, das direkt zwei große Barsche liefert – wir sind von der Fängigkeit dieses Musters absolut begeistert. In diesen großen und tiefen Gewässern ziehen die Fischschwärme sehr schnell weiter, was das erfolgreiche Angeln auf Barsch zu einer echten Suchaufgabe machen kann. Das Zeitfenster reicht oft nur für zwei oder drei Fische, dann zieht der Schwarm weiter, und die Barsche folgen ihrer Beute. Aber genau das fasziniert mich an dieser Art des Angelns – die Herausforderung, immer wieder aufs Neue den passenden Spot zu finden, hält die Spannung hoch!

Auch am zweiten Tag bleiben die schönen Fänge nicht aus

Ein ganz besonderer Adrenalinkick war an diesem Tag aber das Sichtangeln, bei denen man die jagenden Barsche live sieht. Durch das überaus klare Wasser konnten wir die Barsche in 4-5 Meter Tiefe noch deutlich sehen. Nach dem Wurf haben wir unsere Köder verfolgt, wie sie zum Grund sinken. Dort angekommen, haben wir ihnen mit leichten Zupfern Leben eingehaucht und sie mit kleinen Zupfern über den Grund springen lassen. Unbeschreiblich spektakulär, wie die neugieren Barsche angeschossen kommen, oft auch gleich mehrere, und der aggressivste der Bande mit aufgestellter Rückenflosse den Köder fixiert, anpeilt, voll draufknallt und ihn dann komplett inhaliert. Eine gute Portion Selbstbeherrschung ist nötig, um nicht reflexartig zu früh den Anhieb zu setzen, noch bevor der Flussbarsch den Jig überhaupt richtig genommen hat. Wenn man die Attacke unmittelbar mitverfolgen kann, sieht, wie der Köder komplett im aufgerissenen Maul des Fisches verschwindet und im Abstand von einer Millisekunde dann den Ruck in der Rute spürt, fühlt es sich wie ein Stromschlag an.

Spinnfischen Barsch Schweden

Tolle Barsche auf Sicht - hier mit einem Transformer

6. NEUGIERIG BLEIBEN!

Zwei wunderbare Tage mit vielen schönen Barschen, überraschend fängigen Ködern, die uns regelrecht in Staunen versetzt haben und vielen tollen Erlebnissen liegen hinter uns. Sie haben uns gezeigt, dass es sich immer wieder wieder lohnt, Neues auszuprobieren, um diesen faszinierenden Fisch zu fangen, der mich in seinen Bann gezogen hat und stets aufs Neue reizt.

6 Lakes Lodge Schweden

Direkter Seezugang bei der Lodge - Anglerherz, was willst du mehr

6 Lakes Sweden Lodge

Seen, Flüsse, Bäche – ein Paradies, von dem jeder Angler träumt. Unzählige Gewässer, um Hechte, Barsche, Forellen, Saiblinge, Äschen und Renken zu fangen. Die 6 Lakes Sweden Lodge befindet sich in der schwedischen Provinz Jämtland, die für ihre hervorragenden Angelreviere bekannt ist.

Weite Landschaften, unberührte Natur und Seen, die wie Edelsteine zwischen Kiefernwäldern eingebettet sind – der perfekte Ort für unvergessliche Angelabenteuer. Die Lodge liegt in der Stadt Gällö, direkt am bekannten und fischreichen Revsundssjön. Die Unterkünfte bestehen aus komfortablen Chalets mit Einzelbetten sowie voll ausgestatteter Küche, Dusche und großzügigen, eigenen Sanitäreinrichtungen. In allen Zimmern steht kostenloses WLAN zur Verfügung. Entspannung bietet der Wellnessbereich mit Sauna und schwedischem Badefass direkt am See.

Die Region bietet zahlreiche Möglichkeiten zum Angeln in vielen Seen und Flüssen.

Die Lodge verfügt über einen direkten Zugang zum Revsundssjön über den privaten Steg, in dem sich unzählige Hechte und Barsche tummeln.

6 Lakes Sweden Lodge

www.olafishingtravel.com

info@olafishingtravel.com

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